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Deutschland und Ecuador: Bilaterale Beziehungen

28.10.2019 - Artikel

Die politischen Beziehungen zwischen Ecuador und Deutschland haben eine lange Tradition. Wichtigste Themen in den Beziehungen sind Handel und Investitionen, Entwicklungszusammenarbeit, Umweltpolitik und Duale Ausbildung.

Auf die im September 2017 erfolgte Wiederaufnahme der zuvor vorübergehend unterbrochenen Entwicklungszusammenarbeit konnte der Besuch von Bundespräsident Frank–Walter Steinmeier im Februar 2019 aufbauen und die bilateralen Beziehungen vertiefen.

Von den deutschen politischen Stiftungen sind aktuell die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Hanns-Seidel-Stiftung und die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Ecuador vertreten.

In der EU ist Deutschland einer der wichtigsten Handelspartner Ecuadors. Deutsche Exporte nach Ecuador betrugen im Jahr 2018 480 Millionen US-Dollar, Einfuhren aus Ecuador 503 Millionen US-Dollar.

In Quito besteht seit 1977 eine Deutsch-Ecuadorianische Industrie- und Handelskammer. Neben der Botschaft unterhält Ecuador in Deutschland ein Exportförderungsbüro (ProEcuador) sowie seit 1993 ein Generalkonsulat in Hamburg. Das am 1. Januar 2017 in Kraft getretene Handelsabkommen mit der EU hat den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen kräftige Impulse gegeben.

Deutschland ist einer der größten bilateralen Geber der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) mit Ecuador. Die letzten bilateralen Regierungsverhandlungen über die EZ fanden im Oktober 2018 in Berlin statt.  Die beiden Schwerpunkte der ecuadorianisch-deutschen Zusammenarbeit bilden die Themenfelder „Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen“ sowie „Staat, Demokratie und Teilhabe“.

Träger des kulturellen Austauschs zwischen Ecuador und Deutschland sind in erster Linie die Humboldt-Gesellschaft/Goethe-Zentrum in Quito, das Deutsch-Ecuadorianische Kulturzentrum in Guayaquil und die Deutschen Schulen in Quito, Guayaquil und Cuenca.

Die Zusammenarbeit im Hochschulbereich wird vor allem durch Forschungskurzstipendien, DAAD-Stipendien und Dozentenaustauschprogramme gefördert. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) führt in den Provinzen Zamora Chinchipe und Loja ein Bergregenwald-Forschungsprojekt durch; zur Zeit sind drei ecuadorianische und acht deutsche Universitäten involviert.

Weitere Informationen

Ecuador ist ein Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
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