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Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Ecuador

Producción de Plantas

Producción de Plantas, © GIZ

26.11.2018 - Artikel

Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland entwickelt politische Richtlinien und Strategien, auf denen die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) basiert. Die deutsche Botschaft in Quito vertritt die Bundesregierung in Ecuador in allen Angelegenheiten der staatlichen bilateralen EZ  und ist verantwortlich für die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Ecuador in diesem Bereich. Die Abteilung für wirtschaftliche Zusammenarbeit (WZ) bzw. EZ der deutschen Botschaft ist dabei insbesondere für die Vertretung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zuständig. Die WZ-Abteilung koordiniert daher auch die Arbeit und das Zusammenwirken der deutschen staatlichen Durchführungsorganisationen GIZ, KfW, PTB und BGR in Ecuador und vertritt die deutsche Entwicklungspolitik gegenüber der ecuadorianischen Regierung sowie anderen bilateralen und multilateralen entwicklungspolitischen Institutionen.
Zu den Aufgaben der Abteilung gehört u.a. die Vorbereitung und Durchführung von Regierungskonsultationen und -verhandlungen zur entwicklungspolitischen Zusammenarbeit beider Länder sowie die Steuerung des Kooperationsportfolios vor Ort.  
In den Regierungsverhandlungen, die alle zwei Jahre stattfinden, werden prioritäre Arbeitsgebiete und Kooperationsprogramme, inkl. Dauer und Mittelhöhe, mit dem Partnerland definiert. Dabei wird auch die Arbeit multilateraler Geber und die der Europäischen Union berücksichtigt. Die letzten Regierungsverhandlungen fanden im Oktober 2018 in Berlin statt. Dort wurden insgesamt 48,9 Mio. Euro zugesagt, von denen 32,4 Mio. Euro in die finanzielle und 16,5  Mio. Euro in die technische Zusammenarbeit flossen.
Ferner hält die Abteilung Kontakt zu zivilgesellschaftlichen Organisationen der EZ , wie beispielsweise politischen Stiftungen, Nichtregierungsorganisationen, kirchlichen Entwicklungsorganisationen und Sozialstrukturträgern und begleitet das entwicklungspolitische Freiwilligenprogramm „Weltwärts“ des BMZs.  
Ebenso liegt die Verantwortung für Kleinstprojekte der Deutschen Botschaft in dieser Abteilung. 


Papas en terrazas
Papas en terrazas© GIZ

Die deutsche EZ mit Ecuador reicht bis in das Jahr 1962 zurück. Heute zählt sie zu den zentralen Elementen der deutsch-ecuadorianischen Beziehungen und beinhaltet sowohl technische als auch finanzielle Maßnahmen. Die Bundesrepublik Deutschland gehört zu den wichtigsten bilateralen Gebern, die sich in Ecuador engagieren.

Die Bundesregierung bekennt sich zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie als universalem Rahmen für die deutsche Entwicklungspolitik. Daher tragen alle Anstrengungen Deutschlands im Rahmen der EZ in Ecuador zum Erreichen der nachhaltigen Entwicklungsziele bei. Inhaltlich konzentriert sich die Zusammenarbeit mit Ecuador vorrangig auf zwei Schwerpunkte: Das Hauptaugenmerk der Kooperation liegt dabei auf dem ersten Schwerpunkt: Schutz der Umwelt und der natürlichen Ressourcen. Die Handlungsfelder gliedern sich in den Waldschutz & die Artenvielfalt, den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Küsten- und Meeresbiodiversität sowie die Anpassung an den Klimawandel und Klimaschutz. Neben grünen Themen engagiert sich die Bundesregierung im zweiten Schwerpunkt „Staat, Demokratie und Teilhabe“ mit zwei Vorhaben im Bereich Stadt-und Gemeindeentwicklung sowie im Rahmen des Themengebietes Reformen und Governance mit der Thematik Antikorruption, Transparenz und Bürgerbeteiligung. Im Bereich Stadt-und Gemeindeentwicklung spielt insbesondere die rasante Urbanisierung, die Ecuador vor große Herausforderungen stellt, eine wichtige Rolle.

Weitere wichtige Vorhaben außerhalb der Schwerpunkte der deutschen EZ mit Ecuador sind die berufliche Bildung, die Unterstützung Ecuadors bei der Aufnahme von Migranten und Flüchtlingen an der Nordgrenze zu Kolumbien sowie die Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen. Dabei ist die aktive Einbeziehung von Zivilgesellschaft und Privatsektor für die deutsche EZ wesentlich, um eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen.
Seitens der Bundesregierung bringen sich folgende Ministerien in die entwicklungspolitischen Themen mit ein:
-    Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
-    Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMUB)
-    Auswärtiges Amt (AA)
-    Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Weitere Informationen

Folgende Durchführungsorganisationen der deutschen staatlichen Entwicklungszusammenarbeit sind in Ecuador über Vorhaben der bilateralen Zusammenarbeit vor Ort: GIZ - Deutsche Gesellschaft für…

Staatliche Durchführungsorganisationen

AHK/DIHK – Deutsche Außenhandelskammer / Deutsch-Ecuadorianische Industrie- und Handelskammer Die AHK fördert die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ecuador und Deutschland durch Informationen und…

Weitere deutsche Organisationen, die in der EZ tätig sind

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