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Außenpolitik

08.12.2017 - Artikel

Stand: März 2018

Vereinte Nationen und internationale Organisationen

Ecuador ist Mitglied der Vereinten Nationen und ihrer Sonderorganisationen.

Ferner ist Ecuador Mitglied zahlreicher weiterer internationaler Organisationen: Union Südamerikanischer Staaten (UNASUR), Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Andengemeinschaft (CAN, Comunidad Andina), Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC, Comunidad de Estados Latinoamericanas y Caribeñas, 2011 in Caracas gegründet), G-77, Interamerikanische Entwicklungsbank (BID), Welthandelsorganisation (WTO), Rio-Gruppe (seit 1990), Organisation erdölexportierender Länder (OPEC, erneut seit November 2007), Bolivarische Allianz für Amerika (ALBA, Alianza Bolivariana para los Pueblos de Nuestra América), Mercosur (assoziiert), Lateinamerikanische Integrationsvereinigung (ALADI, Asociación Lationamericana de Integración), Lateinamerikanisches Wirtschaftssystem (SELA, Sistema Económico de Latinoamérica y del Caribe).

Der Sitz von UNASUR ist in Quito/Mitad del Mundo, ein neues Verwaltungsgebäude für die Organisation wurde im Dezember 2014 eingeweiht. Von Februar 2015 bis Januar 2016 hielt Ecuador den Vorsitz der CELAC und hatte auf dem EU-CELAC-Gipfel, der im Juni 2015 in Brüssel zum Thema „Gestaltung unserer gemeinsamen Zukunft: Für eine prosperierende, durch Zusammenhalt geprägte und nachhaltige Gesellschaft für unsere Bürger“ stattfand, den Ko-Vorsitz inne. Im Oktober 2016 richtete Ecuador den dritten VN-Weltsiedlungsgipfel (Habitat III) aus.

Nord- und Südamerika

Das Verhältnis zu den USA, dem größten Wirtschaftspartner Ecuadors, ist ambivalent, hat sich aber unter der neuen Regierung deutlich entspannt. Probleme bestanden bislang unter anderem wegen des US-Einflusses bei der OAS, des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte (IACHR), wegen des Kuba-Embargos sowie Guantánamo, der Snowden-Enthüllungen, wegen jahrzehntelang andauernden Prozessen um Umweltschäden durch zurückliegende Ölförderung der US-Firmen Texaco (heute Chevron) und Oxy. Die US-Hilfsorganisation USAID hat ihre Aktivitäten in Ecuador im September 2014 eingestellt. 

Die Beziehungen zu den Nachbarländern Peru und Kolumbien sind nach früheren Spannungen heute weitgehend problemlos und eng; dies geht bis zur Durchführung gemeinsamer Kabinettsitzungen. Ecuador unterstützt aktiv den Friedensprozess in Kolumbien und stellt den Hauptverhandlungsort für die im Oktober 2016 aufgenommenen  Friedensverhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und der ELN-Guerilla.

Im weiteren lateinamerikanischen Umfeld unterstützt Ecuador insbesondere die ideologisch nahestehenden ALBA-Staaten Kuba, Nicaragua, Venezuela und Bolivien.

Europäische Union

Nach intensiven Verhandlungen paraphierten der damalige Außenhandelsminister Francisco Rivadeneira und der damalige EU-Kommissar de Gucht im Juli 2014 den Handelsvertrag EU-Ecuador, genauer den Beitritt Ecuadors zum Handelsabkommen der EU mit Peru und Kolumbien. Das Abkommen ist für Ecuador zum 1.1.2017 in Kraft getreten.

Beziehungen zu sonstigen Staaten

Ecuador hat Botschaften in fast allen nord-, mittel- und südamerikanischen sowie vielen europäischen Staaten. Es unterhält auch rege Beziehungen zu China, Korea, Japan, Russland, Iran und Katar und hat seit 2014 etliche Botschaften in Afrika und im Nahen Osten eröffnet.

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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